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Presse zur aktuellen Live-Solo-CD "Balance"

Ferenc Snétberger - "Balance"

".....Das ist es, was man auf "Balance" zu hören bekommt. Intensive, leidenschaftliche Momente im Spiel eines großartigen Gitarristen, der diesem Instrument eine Ausdruckskraft verleiht, wie man sie nicht of zu hören bekommt. Allen, die ihn nicht auf der Bühne sehen können, sei diese CD ans Herz gelegt, mit der dringenden Aufforderung, Ferenc Snétberger so bald wie möglich live zu erleben. "
Katja Duregger /jazzdimensions


Was Ferenc Snétberger auf seinem Soloalbum präsentiert, ist ein Streifzug durch die Welt und deren Klangmöglichkeiten. Der Gitarrist, der mittlerweile zu den besten Europas gezählt wird, ist der in Ungarn geborene Sohn eines Sinto und einer Romni. Doch Django Reinhardt, den Snétberger durch seinen Vater kennen lernte, fühlt er sich weniger verbunden als dem brasilianischen Gitarristen Egberto Gismonti. Und so spielt Snétberger auch keine Gipsy-Musik, sondern entwirft in seiner Fantastik eher moderne Klangcollagen.

Balance ist ein Titel, der dem Album voll und ganz entspricht. Denn Snétberger befindet sich auf dem Höhepunkt seines Schaffens, in dem sich Virtuosität und lustvolle Improvisation wunderbar die Waage halten. Auch auf dem schmalen Grat zwischen Jazz und Klassik behält der unermüdliche Grenzgänger stets das Gleichgewicht. Im ersten Stück, dem Jazzstandard "Autumn Leaves", zaubert Snétberger ebenso geistreiche wie gefühlvolle Eskapaden hervor, und lässt es mit einem beherzten Tremolo ausklingen. Mit dem letzten Stück "Kunst der Fuge" interpretiert er erstmals ein Thema des von ihm verehrten Johann Sebastian Bach.

"Bach", sagt Snétberger, "war für mich genau die richtige Musik, um zu meinem Ausdruck zu kommen." Tatsächlich spielt Snétberger mit seinen Fingern wie ein klassischer Gitarrist. Nur die Phrasierungen sind jazzig. Immer wieder klingen in seiner Musik die melodischen Ornamente spanischer Klassik an und oft gleitet er in sanfte Bossa-Nova-Harmonien ab. Beides findet sich im "Song Of The East" wieder, dem mittleren Stück. Auch darin erweist sich Snétberger als ein Künstler, der Besinnlichkeit und Eruption wohl ausgewogen und zu einem Höchstmaß verdichtet hat.
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