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| Pressestimmen zur CD "Joyosa" |
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Jazz thing, Nr.53: Markus Stockhausens Trompeten klingen zart und rein wie ein Knabensopran und entwickeln eine Aura, die durch ehrliche Empfindung und verblüffende ästhetische Sicherheit in Ausdruck und Wirkung betören. Ferenc Snétbergers akustische Gitarre strahlt eine Wärme aus, in der Figuren und solistische Ausflüge zu privaten Geschichten werden, an denen er die Zuhörer teilhaben lässt. Arild Andersens Bass ist ein akustisches Rückgrat, das dem Quartett Kraft gibt und es durch gewitzte Nuancen vor zu viel Schwermut bewahrt. Patrice Heral schließlich versteht sich mehr als Schlagwerker denn als Rhythmuslakaie und ergänzt die Musik durch dezent komplexe Muster, die mal sekundierend, mal kommentierend in das Geschehen eingreifen. Das Ganze findet im moderaten Rahmen statt, ohne schrille Töne, aber trotzdem voller Spannung. Keiner der Beteiligten versucht den anderen zu dominieren. So entsteht eine Atmosphäre fröhlicher Gelassenheit, die den Klang der Musik als Gesamtheit kreativer Individuen wirken lassen kann. Das ist Kammerjazz auf dem obersten Niveau. Ralf Dombrowski Aus der Amazon.de-Redaktion: Seit 1998 bildeten sie ein festes Ensemble, das sich für sein furioses Debütalbum Karta mit dem norwegischen Gitarristen Terje Rypdal Verstärkung geholt hatte. Mit Joyosa erweitert sich das Trio nun zum Quartett, denn hinzugekommen ist der aus Ungarn stammende Gitarrenvirtuose Ferenc Snétberger. Wer Andersens erdiges Bassspiel kennt, weiß, dass er gerne den Kontrapunkt der "feinen" Saiten sucht. Nur spielt Snétberger keine Stratocaster, sondern ein akustisches Instrument. Hier klingt sein Anschlag meist wie auf einer Spanischen Gitarre, mit der er sanft nach brasilianischen Harmonien fahndet. Joyosa ließe sich auch als eine Art imaginärer Folklore bezeichnen. Aber genauso gehen Pop und Jazz in der Imaginationskraft des Quartetts auf, die sich gängigen Beschreibungen entzieht. Bis auf die nachhallenden Loops der gestopften Trompete in "The Waltz" haben sich Stockhausen, Andersen und Héral übrigens aller Effektgeräte entledigt. Im Gegensatz zu Karta, wo etwa Héral noch einen Boomerang-Phrase-Sampler einsetzte, geht es hier ausschließlich akustisch zur Sache. Dabei ist Joyosa ein ungemein entspanntes Album, das zwischen eher ätherischen ("The Waltz") und ausgesprochen groovigen Stücken ("Freund") einen ungeahnten Reichtum an Melodien entfaltet. Zugleich bietet es eine Tiefe und Komplexität, wie sie in dieser Mischung aus dichter Notation und einiger Improvisation spannender nicht sein könnte. Ein Traum von Musik, ein Album der leisen Superlative! Roman Rhode |
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